Das Leben hat so viele Geschichten zu bieten. Man braucht nur einen, der sie aufschreibt oder erzählt. Andreas Fulterer ist so jemand. Die Fans lieben es an ihm, dass er auf schwülstige Schlagerklischees verzichtet und statt dessen den Blick auf die Wirklichkeit wirft, denn auch in der steckt eine Menge Poesie und außerdem vieles, was erzählt gehört. Mit Joachim Horn-Bernges hat Andreas Fulterer einen kongenialen Songschreiber gefunden. Die Kompositionen stammen größtenteils von André Franke. Ein Team, das seit Jahren hervorragend funktioniert. „Joachim habe ich nur deshalb auf meine Seite bekommen, weil er gespürt hat, dass ich Musik aus innerster Überzeugung heraus mache“, erzählt Andreas, „daher sind wir auch so gut aufeinander eingespielt. Ich erzähle ihm ein Erlebnis, das mich bewegt und er macht daraus einen tollen Song.“ Diese Vorgehensweise hört man den Liedern durchaus an. Jede Zeile klingt authentisch, das meiste direkt aus dem Leben gegriffen.
„Im Zug nach Süden“ heißt nun das neue Fulterer-Album, das zweite bei Ariola/SONY BMG. Ein außergewöhnlicher Albumtitel ist das: „Im Zug nach Süden“. Meistens beschreiben die Namen von Schlageralben Gefühlszustände, sind allgemeine Phrasen oder drücken etwas aus, was den Charakter des Interpreten oder seiner Lieder widerspiegelt. Nicht so bei Andreas Fulterer. Er hat sich gegen solche statischen Formeln entschieden, seine Art sich auszudrücken ist dynamisch – so wie ein Zug.